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 MISSIONS-BENEDIKTINERINNEN VON TUTZING

Was tun wir?

Wir lesen in unseren Konstitutionen:

1. Unsere Kongregation ist in besonderer Weise zum missionarischen Dienst der Kirche berufen. Wir wissen uns vom Herrn gesandt, die frohe Botschaft des Heiles in alle Bereiche der Menschheit zu tragen und die Menschen zum Glauben an Jesus Christus und zur Gemeinschaft mit dem liebenden Vater zu führen.

2. In Erfüllung unseres missionarischen Auftrages arbeiten wir vor allem dort, wo die Frohbotschaft noch nicht oder ungenügend verkündet ist. Wir helfen, christliche Gemeinden aufzubauen und zu stärken. In Ländern, in denen ein Grossteil der Bevölkerung gleichgültig geworden ist, beteiligen wir uns an der Re-Evangelisierung. Wir arbeiten mit an der Entwicklung und Befreiung des ganzen Menschen.
Milénio
3. Die Liebe Christi drängt uns, vor allem den Armen und Unterdrückten zur Seite zu stehen und für ihre Not ein offenes Herz zu haben. Im Geist des Evangeliums versuchen wir, die Armen dahin zu führen, dass sie ihre Situation verstehen, sich ihrer menschlichen Würde bewusst werden und in christlicher Hoffnung leben. In den Privilegierten suchen wir soziale Verantwortung und den Sinn für Gerechtigkeit zu wecken. So arbeiten wir mit am Aufbau einer gerechteren und menschlicheren Gesellschaft.

FRIEDE UND ENTWICKLUNG – DIE NEUEN NAMEN FÜR MISSION

(aus der Kongregationsgeschichte von M. Irene Dabalus OSB)

Die missionarischen Bemühungen der Kongregation haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert. Immer ein Spiegel der fortschreitenden Bewegung der universalen Kirche, hat die Kongregation missionarische Projekte von den klassisch-institutionellen Formen bis zur heutigen informellen, gemeinschaftsbegründeten Arbeit unter dem Volk entwickelt. Man kann wohl sagen, dass die Grund-Ideen dieser Arbeit Friede und Entwicklung sind – die neuen Namen für Mission.

Christliche Basisgemeinden.

Für die Missions-Benediktinerinnen in den verschiedenen Regionen der Welt ist der Aufbau von christlichen Basisgemeinden eine neue Form missionarischer Praxis. Als solches ist dies zuerst und zuvorderst auf das Evangelium Christi orientiert inmitten des Volkes, dem sie dienen. Es ist aber auch auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet, zu denen Christus sie zum Dienen verpflichtet.

Als Glaubensgemeinschaften leben diese christlichen Basisgemeinden ihr eigenes christliches Leben. Die Schwestern kommen zu ihnen nicht als „Messiasse“ noch als paternalistische Wohltäter, sondern als Partner und Mitarbeiter im Wachstum und in der Entwicklung einer lebendigen Zelle der Kirche. Ihr Leben und Wirken in diesen christlichen Basisgemeinden setzt Respekt für die Würde der menschlichen Person, Freiheit und Gerechtigkeit und die gleiche Teilnahme aller voraus – Ideale, die wohl jede Missions-Benediktinerin als ihre eigenen Wegweiser in der Regel Benedikts erkennen kann.

Neue Dienste für Gerechtigkeit und Frieden.

Die Gegenwart, das Zeugnis und die Arbeit der Schwestern unter autoritären Regierungen in Lateinamerika, Afrika und Asien haben sie in Kontakt mit Situationen von moralischer und sozialer Unordnung gebracht. Da sie sehr auf das „Horchen“ und „Suchen“ des Willens Gottes in Menschen und Ereignissen ausgerichtet sind, haben sie ein Gespür für die Not um sie herum entwickelt und sind auf den Bereich der umwandelnden Tätigkeiten gegen die Ursachen der gegenwärtigen Leiden bedacht.

So haben sich aus ihren Erfahrungen neue Dienste ergeben, wie die Förderung der Rechte der Arbeiter, der ethnischen Minoritäten, der Landbevölkerung, der Gefangenen die um ihres Gewissens wegen inhaftiert sind, der misshandelten Frauen, der ausgebeuteten Armen und der Menschen, die wegen ihrer Rasse diskriminiert sind.

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